Funktionsweise der Solaranlagen

Ihre eigene Energieversorgung auf dem Dach


Thermische Solaranlagen können für die Erwärmung von Trinkwasser (Dusch- und Badewasser) sowie zur Wärmegewinnung für Raumheizung und Prozesswärme eingesetzt werden.

Dabei wird der speziell beschichtete Absorber eines thermischen Kollektors durch die Sonnenenergie erhitzt. Durch die Röhren des Kollektors strömt eine Flüssigkeit, seltener auch ein Gas, das diese Wärme aufnimmt. Mittels einer Pumpe im Kreislauf wird das Wärmeträgermedium dann zu einem Speicher (häufig ist dies ein Warmwasserspeicher) oder zum Verbraucher gepumpt.

In Zentraleuropa können mit thermischen Solaranlagen je nach Region üblicherweise bis zu 60% des Energiebedarfs zur Erwärmung von Trinkwasser gedeckt werden.

 

Es sind auch höhere Deckungsbeiträge und der Einsatz in der Gebäudeheizungstechnik möglich (Kombi-Solaranlagen). Die thermische Solaranlage kann die Heizung unterstützen, der Deckungsgrad ist jedoch vom eingesetzten Speicher abhängig. Was optimalerweise möglich ist, zeigte der Schweizer Ingenieur Josef Jenni am Projekt des Obernburger Sonnenhauses bereits 1989: bei entsprechendem Aufwand ist eine hundertprozentige Deckung des Wärmebedarfs eines Einfamilienhauses durch Solarenergie erreichbar.